Maß
für die Nachgiebigkeit der Membranaufhängung in Abhängigkeit
der Membranfläche
Bassreflexbox
Eine
Baßreflexbox ist ein sogenannter Helmholtzresonator. Ein solcher
akustischer Resonator besteht faktisch aus einem Volumen mit einer
Öffnung.
Die
im Gehäuse eingeschlossene Luft hat eine vom Volumen abhängige
Federsteifigkeit, die in der Öffnung oder im (Baßreflex-)Rohr
befindliche Luft hat ebenfalls eine Masse.
Durch
Abstimmen der Federsteifigkeit des eingeschlossenen Volumens und
der angehängten bewegten Masse (Luftvolumen im Baßreflexrohr)
läßt sich eine bestimmte Resonanzfrequenz definieren.
Diese
Resonanz wird durch einen Lautsprecher angeregt, der in das Gehäuse
eingebaut wird.
Durch
geschickte Wahl der Resonanzfrequenz erreicht man eine Verstärkung
der Tieftonwiedergabe bei gleichzeitiger Reduzierung der Membranauslenkung.
Belastbarkeit
Die
Nennbelastbarkeit in Watt gibt an, welche elektrische Leistung dem
Lautsprecher im Dauerbetrieb zugeführt werden kann (DIN 45573).
In der DIN Norm sind die genauen Randbedingungen festgeschrieben.
Die
Musikbelastbarkeit gibt die Leistung an, die bei kurzfristigen,
hohen Pegeln vom Lautsprecher noch ohne Beschädigung oder starke
Verzerrungen aufgenommen werden kann (DIN 45500).
Die
Belastbarkeit ist kein Qualitätskriterium. Sie gibt nicht einmal
Auskunft darüber, welche Lautstärke ein Lautsprecher produziert.
Leider wird ständig mit weit übertriebenen Belastbarkeitsangaben
und
'Ausgangsleistungen?' Werbung gemacht.
D‘Appolito
Nach
Untersuchungen, die Siegfried Linkwitz über Mehrwegesysteme
und deren Abstrahlverhalten tätigte, zeigte der Amerikaner
Joseph D'Appolito eine interessante Lösung auf. Der Ansatz
von Linkwitz, die Nutzung eines Satelliten/Subwoofer-Systems wurde
von ihm übernommen. Als Nachteil erschien ihm jedoch der geringe
Wirkungsgrad der Satellitensysteme (nach Linkwitz). Er beschäftigte
sich damit, wie man den maximalen Schalldruck des Satellitensystems
erhöhen könnte, ohne Qualitätsteinbußen in
Kauf nehmen zu müssen. Genau wie Linkwitz selbst, hielt D'Appolito
ein Tiefmittelton-Chassis von 130 mm für das Optimum. Er stellte
aber fest, daß sich die von ihm geforderten zur vorbildgetreuen
Reproduktion digitaler Signalquellen erforderlichen Schalldrücke
mit einem so kleinen Chassis nicht realisieren ließen.
D'Appolito
untersuchte die Auswirkung des Einsatzes von zwei l3Omm-Chassis
auf das Gesamtsystem. Die konventionelle Anordnung, bei der man
beide Chassis direkt übereinandersetzt und darüber den
Hochtöner, führte zu einer wesentlichen Verschlechterung
im Abstrahlverhalten.
D'Appolito
stellte fest, daß man zu einem fast optimalen Abstrahlverhalten
gelangt, wenn man den Hochtöner in der Mitte der Box und jeweils
einen Mitteltöner darunter bzw. darüber anordnet. Bei
dem Lösungsansatz von D'Appolito geht die Weiche eine enge
Beziehung mit dem Gesamtverhalten der Kombination ein. Betreibt
man die Anordnung mit einem Allpaß-Filter dritter Ordnung
(18 dB pro Oktave), so kommt es im Bereich der Übernahmefrequenz
zur Ausbildung einer einzigen Hauptabstrahlkeule, die es dem Hörer
erlaubt, über den gesamten vertikalen Bereich seine Hörposition
zu verändern ohne Klangeinbußen befürchten zu müssen.
Eine Konstruktion nach D'Appolito besteht aus zwei gleichen, vertikal
übereinander angeordneten Mitteltönern, zwischen denen
sich ein Hochtöner befindet.
Beide
Mitteltöner arbeiten parallel und die Konstruktion wird von
einem Allpaßfilter dritter Ordnung angesteuert. Bei vorhanden
Bauvorschlägen läßt sich in den seltensten Fällen
ein Filter dritter Ordnung erkennen.
Diese
scheinbare Diskrepanz läßt sich erklären, wenn man
berücksichtigt, daß die Allpaß-Funktion des Filters
nicht etwa elektrisch, sondern vielmehr akustisch zustande kommen
muß.
Doppelmagnet
Die
Bezeichnung Doppelmagnet ist etwas irreführend. Der Lautsprecher
verfügt nicht über mehrere Magnetsysteme sondern über
einen großen Magnetring, der aus zwei einzelnen Magnetringen
besteht, die aufeinandergesetzt wurden.
Mit
diesem einfachen Trick lassen sich bei relativ kompakter Bauform
leistungsstarke, preiswerte Magnetsysteme herstellen.
Geschlossene
Gehäuse
Geschlossene
Gehäuse stellen im Prinzip eine unendlich große Schallwand
dar. Diese Schallwand wurde zu einem rundum geschlossenen Gehäuse
gefaltet. Ist das Gehäuse völlig dicht, läßt
sich die Federsteife der eingeschlossenen Luft im Gehäuse genau
angeben.
Geschlossene
Gehäuse weisen gegenüber Baßreflexboxen im Tieftonbereich
einen geringeren Wirkungsgrad auf, dafür bieten sie ein besseres
Impulsverhalten. Geschlossene Gehäuse eignen sich auch für
Lautsprecher mit höheren Qts Werten über 0,5.
Funktionsweise:
Der Tieftontautsprecher arbeitet auf ein geschlossenes Volumen.
Das Luftvolumen wirkt auf den Lautsprecher wie eine zusätzliche
Feder.
Maßgeblich
für die Linearität des Frequenzganges im Baßbereich
ist die Gesamtgüte des eingebauten Lautsprechers.
Sind
die Thiele/Small Parameter des Lautsprecherchassis bekannt, so können
geschlossene Gehäuse mit Hilfe eines Programms auf einfachste
und genaueste Weise berechnet werden.
Am
günstigsten wird ein Gesamtgüte Wert von 0,707 angesehen.
Hier verhält sich der Fequenzgang, sowie das Ein- und Ausschwingverhalten
wie ein Butterworthfilter 2. Ordnung. Der Frequenzgang fällt
unterhalb der Einbauresonanz mit 12 dB je Oktave ab.
Glasfasern
(Glasfiber)
Durch
Ziehen, Schleudern oder Blasen hergestellte Fasern. Der Faserdurchmesser
beträgt O,003-O,O3mm. Glasfaserbewährte Kunststoffe zeichnen
sich durch ihr günstiges Verhältnis von Steifigkeit zu
Gewicht aus.
Ferrofluid
Ferrofluid
(FFL) ist eine ölige, magnetische Flüssigkeit, die bei
Hochtonsystemen in den Luftspalt eingebracht wird. Diese Flüssigkeit
hat folgende Funktionen: Die mechanische Dämpfung des Feder-Masse
Systems (Schwingspule, Sicke, Membran) wird erhöht, d.h. der
Qms-Wert wird kleiner. Dadurch wird der Impedanzanstieg auf der
Resonanzfrequenz weitgehend unterdrückt.
Ergebnis:
Wesentlich höhere mechanische Belastbarkeit!
Lautsprecher
setzen nur einen verschwindend kleinen Anteil der zugeführten
Energie in Schall um, der bedeutend größere Anteil wird
in Wärme als Verlustleistung umgesetzt.
Diese
Wärme kann nun über das Ferrofluid viel direkter an das
Magnetsystem abgeleitet werden. Das heißt, die Kühlung
der Luftspule erfolgt im bedeutendem Maße intensiver als ohne
FFL.
Bei
Systemen ohne FFL kann die Wärme nur über die Luft im
Luftspalt abgeführt werden.
Ergebnis:
Wesentlich höhere thermische Belastbarkeit bei Verwendung von
FFL!
Nachteil:
Ferrofluid altert mit den Jahren, d.h. die Flüssigkeit wird
zäher. Die Lautstärke des Hochtöners nimmt mit den
Jahren ab.
Impedanz
Nennscheinwiderstand
des Lautsprechers. Die Impedanz ist nicht über den gesamten
Frequenzbereich konstant, was bei der Auslegung der Frequenzweiche
zu berücksichtigen ist.
Kalottenlautsprecher
Eine
Kalotte ist ein Ausschnitt aus einer Kugelabschnitt. Dieser Dom
wird direkt auf die Schwingspule aufgesetzt. Kalotten unterscheiden
sich von Konuslautsprechern demnach dadurch, daß die Konusmembrane
weggelassen wurden.
Vorteile:
-Die
Kalotte ist sehr steif.
-Der
geringe Membrandurchmesser garantiert einen großen Abstrahlwinkel
-Die
Membranmasse ist relativ gering, welches wichtig für einen
guten Wirkungsgrad ist.
Kalotten
lassen sich allerdings nicht in beliebigen Größen herstellen.
Sie eignen sich sehr gut für Hochtonsysteme. Gebräuchliche
Membrandurchmesser Liegen zwischen 10 und 25 mm für Hochtonsysteme
und zwischen 34 und 70 mm für Mitteltonsysteme. Letztere haben
allerdings schon erheblich Probleme mit der Steifigkeit des Materials
bei vertretbarer Membranmasse. Ebenfalls werden an die Randeinspannungen
erhebliche Forderungen bezüglich der Linearität gestellt
Kalottenmembranen werden aus Kunststoff, Gewebe oder Metall hergestellt.
Koaxiallautsprecher
Die
Idee, die akustischen Zentren bei Mehrwegesystemen so nah wie möglich
aneinander oder gar zu einer Quelle zu vereinigen, beschäftigte
schon immer die Entwickler.
Erste
Schritte waren Koaxiallautsprecher mit aufgesetztem Hochtöner,
so wie man sie heute noch bei Autolautsprechern findet. Neue Magnetwerkstoffe
wie Neodym erlaubten kompakte Lautsprecherhochtonsysteme, so daß
der Hochtonlautsprecher zentrisch in ein Tieftonsystem eingebaut
werden konnte. Vorteile von Koaxialsystemen sind in erster Linie
eine stabile Phasenlage bei konstanter Gruppenlaufzeit. Dieses zeichnet
oftmals verantwortlich für ein homogenes Klangbild.
Kohlenstoffasern
Dünne
Fasern aus reinem Kohlenstoff zur Verstärkung von Kunststoffen.
Auch Kohlefasern
finden Verwendung bei der Membrankonstruktion.
Kraftfaktor
B x L
Das
Produkt aus magnetischer Induktion und Schwingspulendrahtlänge
im Luftspalt gibt an, wie ,,stark" der Antrieb eines Lautsprechers
ist. In der Regel besitzen Lautsprecher mit großen B x L Produkten
kleine Güten, d.h. große Dämpfungen.
Magnesium
Unedles,
silberglänzendes, sehr reaktionsfähiges Leichtmetall.
Magnesium wird von Säuren aufgelöst und verbrennt mit
blendend weißem Licht. (Verwendung als Blitzlicht). Es wird
durch Schmelzelektrolyse aus Magnesiumchlorid gewonnen. Membranen
aus Magnesium weisen hohe Festigkeit bei geringem spezifischen Gewicht
auf.
Magnet
Ein
Magnet ist ein Körper, der in seiner Umgebung ein Magnetfeld
erzeugt. Dabei treten magnetische Feldlinien am sogenannten Nordpol
des Magneten aus und am sogenannten Südpol treten magnetische
Feldlinien ein.
Bei
Lautsprechern wird als Erzeuger des Magnetfeldes üblicherweise
ein Ferrit verwendet.
Über
die Metallteile (Polplatte, Polkern und Bodenplatte) wird das Magnetfeld
zum Luftspalt geführt.
Grosse
Magnete sind kein Qualitätskriterium für Lautsprecher.
Sie sagen weder über die Belastbarkeit noch über den Wirkungsgrag
eines Lautsprechers etwas aus. Alleine dessen Produktionsqualität
und Materialeinsatz entscheiden über die Kraft eines Magneten.
Magnetfeld
Ein
durch Magnete oder bewegte elektrische Ladungen erzeugtes Feld,
das Kraftwirkungen zwischen Magneten bzw. elektrischen Strömungen
vermittelt.
Das
Magnetfeld wird durch die Magnetische Feldstärke beschrieben.
Membran
Die
Membran eines Schallwandlers kann verschiedene Formen haben.
So
unterscheidet man:
-
Konusmembranen
-
Flachmembranen
-
Kalotten
Der
Konus, eine Fläche, z.B. ein Blatt Papier zu einem Trichter
geformt, bietet eine hervorragende Steifigkeit.
Wird
wie bei einem Lautsprecher dieser Konus mit unterschiedlicher Frequenz
hin und her bewegt, so neigt der Konus ab einer bestimmten Frequenz
nicht mehr gleichförmig wie aus einem Stück zu schwingen,
sondern er bricht in seiner Bewegung auf. Sogenannte Partialschwingungen
entstehen.
Diese
erzeugen unterschiedliche Schallzentren, die sich teils überlagern
und auslöschen und verstärken. Abhilfe bietet hier die
sogenannte Nawi-Membran. Diese Membran ist kein Konus, sondern
hat einen hyperbolischen Membranquerschnitt. Diese Membran ist nicht
abwickelbar. D.h. diese Membran läßt sich nicht zu einem
flachen Stück Material formen, sollte man diese z.B. aufschneiden.
Pegel
in dB
Der Pegel
in dB beschreibt das logarithmierte Verhältnis zweier Werte.
Bei Lautsprechern handelt es sich meistens um Schalldruckverhältnisse.
Ein
Beispiel: Ein Schalldruckpegelabfall bzw. ein Anstieg von 6dB bedeutet
eine Halbierung bzw. eine Verdoppelung der Lautstärke nach
menschlichen Hörgewohnheiten.
Polypropylen
Polypropylen
ist ein Kunststoffmaterial mit hoher innerer Dämpfung, das
zur Membranherstellung, hauptsächlich für Tief- und Mitteltonlautsprecher,
verwendet wird.
Hierbei
gibt es Membranen, je nach Einsatzweck, die mit Füllmaterialien
wie etwa Kreide angereichert sind. Dadurch lassen sich die Härte,
Steifigkeit und die innere Dämpfung der Membran exakt definieren
und einstellen.
Lautsprecher
mit Polypropylenmenbranen verfügen bei allen Qualitätsherstellern
über eine sehr hohe Produktionskonstanz.
Vorteile
gegenüber Papier:
-
bessere Dämpfungseigenschaften
-
gutmütigerer Frequenzverlauf am oberen Ende des Übertragungsbereichs
-
geringere Neigung zu Partialschwingungen
-
sehr hohe Produktionskonstanz
-
neutrales Klangverhalten im Mitteltonbereich
Nachteile
gegenüber Papier:
-
geringere Steifigkeit der Membran
-
höhere bewegte Masse bei Chassis mittlerer Größe
(16 cm)
-
schlechteres Impulsverhalten im Tieftonbereich
Qes
FAKTOR
Die
elektrische Dämpfung Qes ist das Maß für
die Dämpfung die durch die Einwirkung des Antriebs, der Schwingspule
im Magnetfeld erzeugt wird.
Qms
FAKTOR
Die
mechanische Güte Qms ist das Maß für die
mechanische Dämpfung. Diese mechanische Dämpfung wird
durch die Reibung der Zentriermembran und der Sicke erzeugt.
Qts
FAKTOR
Der
Qts Wert (nach Thiele und Small) gibt Aufschluß über
das Dämpfungsverhalten des Lautsprechers. Kleine Güten
bedeuten dabei hohe Dämpfungen.
Der
Qts setzt sich dabei aus der elektrischen Güte Qes und der
mechanischen Güte Qms zusammen.
Qts=
Qes x Qms : (Qes + Qms)
Der
Qts Faktor ist entscheidend für das Ein- und Ausschwingverhalten.
Resonanzfrequenz
Die
Resonanzfrequenz ist die Frequenz, bei der eine Masse mit der geringsten
Energie in Eigenschwingung versetzt werden kann.
Der
Lautsprecher ist ein schwingungsfähiges System aus Massen und
Federn:
Membran
und Schwingspule stellen Massen dar, die an Federn, bestehend aus
Zentriermembranen und Sicke, aufgehängt sind.
Zusätzlich
wirken noch mechanische Reibungskräfte und eine elektrische
Dämpfung aus dem Zusammenspiel zwischen Magnetsystem, Schwingspule
und Verstärker. Bei einer bestimmten Frequenz läßt
sich die Masse, die Membran mit Spule, mit kleinster Energiezufuhr
bewegen.
Optisch
erkennt man das bei Tieftönern durch eine große Auslenkung
bei einer bestimmten Frequenz.
Diese
Resonanzfrequenz ist ein, je nach Chassis, spezifischer Wert. Auf
einem Impedanzschrieb läßt sich die Resonzfrequenz als
mehr oder weniger erste starke Erhöhung der Impedanz erkennen.
Sandwichcone
Die
Sandwichmembran besteht aus einem mehrlagigen Laminat unterschiedlich
steifen Polypropylens. Optimale innere Dämpfung und hohe Steifigkeit
bei geringem Membrangewicht.
Schwingspule
Die
Schwingspule ist ein elementares Teil des Antriebssystems eines
Lautsprechers.
Wirkungsweise:
Ein elektrischer Leiter, die Schwingspule, wird von einem Wechselstrom
durchflossen und verursacht ein in der Polarität und Intensität
schwankendes Magnetfeld. Setzt man diesem Magnetfeld ein permanentes
Magnetfeld entgegen, so kommt es, je nach Stromrichtung, zu einer
Abstoßung oder Anziehung.
Die
Schwingspule selbst ist zumeist als zylindrischer Hohlkörper
ausgebildet, auf dem mehrere Lagen Drahtwicklung aufgetragen wurde.
Je höher die Windungszahl, um so stärker das induzierte
Magnetfeld.
Short
circuiting ring
Ein
Kurzschlußring im Magnetsystem. Er reduziert die durch die
Bewegung der Schwingspule verursachten Verzerrungen.
Sicke
Die
Sicke ist der Teil eines Lautsprechers, welcher die Membran mit
dem Korb verbindet und abdichtet. Die Wahl des Materials ist, je
nach Einsatzzweck, ein nicht zu unterschätzendes Kriterium.
Bei geschickter Wahl der Sicke lassen sich unerwünschte Effekte
vermeiden oder Fehler der Membran kompensieren.
Als
Materialien werden verwendet:
-
Papier
-
Leinen
-
getränktes Gewebe
-
geschäumte Polymere
-
Gummi
Die
grundsätzliche Bauform ist heute ein halbkreisförmiger
Wulst, der nach innen oder nach außen weist.
Subwoofer
Je
tiefer die Frequenz, um so länger ist die Wellenlänge.
Da der Laufzeitunterschied vom rechten zum linken Ohr mit zunehmender
Wellenlänge relativ immer kleiner wird, lassen sich tiefe Frequenzen
nicht orten.
Aufgrund
dieser Erkenntnis kamen Entwickler auf die Idee, den Tieftonbereich
von nur einer Lautsprecherbox, einem sogenannten Subwoofer, wiedergeben
zu lassen. Die eigentlichen Hauptlautsprecher, die das gesamte musikalische
Geschehen wiedergeben benötigen dazu keine großen Membranflächen
und entsprechend keine großen Gehäuse mehr. Diese Systeme
werden als Satelliten bezeichnet.
Erst
ab etwa 150 Hz kann der Mensch Schall orten, so liegt die übliche
Trennfrequenz zwischen dem Tieftöner Subwoofer und den Satelliten
bei etwa 100Hz bis max. 200Hz.
Die
Aufstellung des Subwoofers im Raum ist relativ unkritisch, jedoch
nicht völlig egal wie gelegentlich behauptet wird. Jeder Raum
hat Orte, an denen sich seine eigenen Resonanzen besser oder schlechter
anregen lassen. Hier gilt probieren. Möglichst sollte der Subwoofer
auf gleicher Ebene zwischen den Satelliten plaziert werden. Gründe
liegen mehr in der physischen Wahrnehmung der Druckwellen als in
der akustischen Wahrnehmung.
Übertragungsbereich
Hiermit
wird der Frequenzbereich bezeichnet, in dem der Schalldruckpegel
des Lautsprechers linear innerhalb eines Toleranzbandes von +/-
4dB verläuft. Unterhalb von 100 Hz und oberhalb von 8000Hz
darf ein größerer Pegelabfall auftreten (DIN 45573).
Wirkungsgrad
Der
Wirkungsgrad eines Lautsprechersystems gibt an, welcher Teil der
zugeführten elektrischen Energie aus dem Verstärker in
akustische Energie umgewandelt wird.
Je
höher der Wirkungsgrad ist, um so lauter ist der Lautsprecher
bei einer bestimmten konstanten Verstärkerleistung. Der Wirkungsgrad
erlaubt jedoch keine Einschätzung des maximal möglichen
Schalldruckes.
Übliche
Wirkungsgradwerte liegen in der Größenordnung von O.15%
bis 2.5%. Es wird also nur ein verschwindend geringer
Teil der zugeführten Energie in Schall umgewandelt. Die restliche
Energie verpufft als Wärme und muß über die Schwingspule
an das Magnetsystem abgeleitet werden.
Nach
der Formel:
SPL=112+10
Log*Wirkungsgrad (dB/W/m)
kann
der Wirkungsgrad in den Kennschalldruck umgerechnet werden.
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